Acne vulgaris (Akne)

Acne vulgaris on a very oily skin[1]

Die Akne vulgaris ist eine entzündliche, androgenabhängige Erkrankung der Talgdrüsen und der Haarfollikel, die hauptsächlich während der Pubertät und Adoleszenz auftritt.

Symptome

Akne vulgaris verursacht die folgenden Anzeichen und Symptome:

  • Akne vulgaris entwickelt sich meist im Gesicht in 90% der Fälle.
  • Die Effloreszenzen können schmerzhaft sein und das betroffene Gebiet überwärmt.
  • Akne vulgaris, unabhängig vom Schweregrad, kann die Patienten psychologisch beeinträchtigen [7].

Diagnostik

Akne vulgaris kann mit einer Bewertungsskala diagnostiziert werden. Hier werden die Läsionen mit Standard-Fotografien zur Bestimmung des Grades der Erkrankung verglichen.
Akne kann in 3 Kategorien eingeteilt werden. Personen mit <20 Komedonen und <15 entzündlichen Läsionen haben leichte Akne. Diejenigen, die 20 bis 100 Komedonen und 15 bis 50 entzündlichen Läsionen haben, sind von mittelschwerer Akne betroffen. Schwere Akne wird bei > 5 Pseudozysten, mehr als 100 Komedonen und über 50 entzündlichen Läsionen diagnostiziert. Bei schwerer und anhaltender Akne mit Verdacht auf eine sekundäre gramnegative bakterielle Infektion, können Kulturen die Diagnose unterstützen [8].

Therapie

Die Behandlung der Akne vulgaris, hängt von dem Ausmaß und der Schwere der Erkrankung und dem Alter des Individuums ab. Verschiedene Medikamente existieren für die Behandlung dieser Erkrankung der Haut. Diese umfassen orale Medikamente und topische Cremes und Salben, die auf den betroffenen Bereich aufgetragen werden.

  • Als Basistherapeutika sind ein topisches Retinoid und/oder Benzoylperoxid die erste Wahl [9].
  • Eine topisches oder orales Antibiotikum kann je nach Schweregrad kombiniert werden.
  • Azelainsäure kann allein oder in Kombination mit den genannten Medikamenten eingesetzt werden.
  • Bei schweren Akneformen ist orales Isotretinoin in den meisten Fällen indiziert [10].
  • Bei Frauen mit mittelschwerer bis schwerer Akne kann zusätzlich eine orale antiandrogen wirkende Substanz gegeben werden.

Prognose

Die Prognose der Erkrankung ist in der Regel gut, Medikamente können die Symptome verbessern und die Krankheit klingt bis zum 30. Lebensjahr ab.

Komplikationen

  • Akne vulgaris kann bleibende Narben hinterlassen, die eine Depression und vermindertes Selbstwertgefühl unter den Betroffenen verursachen können.
  • Angst und Selbstmordgedanken können auftreten.
  • Postinflammatorische Hyperpigmentierung kann entstehen.
  • Die Behandlung mit Medikamenten wie Erythromycin oder Tetracyclin kann langfristige Auswirkungen, wie die Entwicklung von gramnegativer Follikulitis haben.

Ätiologie

Akne vulgaris ist eine häufige Erkrankung bei Jugendlichen und der Beginn der Pubertät ist einer der wichtigsten Gründe für die Entwicklung. Andere Ursachen sind:

  • Hormonelle Veränderungen während der Menstruation, die die Entwicklung von Akne auslösen.
  • Vererbung ist ein weiterer Grund für Akne vulgaris [2].
  • Komedogene Substanzen zum Beispiel in Kosmetikprodukten.
  • Die Überproduktion der Talgdrüsen der Haut erhöht die Ölproduktion, die zu Akne vulgaris führt [3].
  • Bestimmte Medikamente wie Steroide.
  • Krankheiten wie polyzystisches Ovarialsyndrom und Crushing-Syndrom.

Epidemiologie

Die Akne vulgaris ist eine häufige Erkrankung der Haut und betrifft etwa 80 bis 90% der Jugendlichen in den Vereinigten Staaten und in anderen westlichen Nationen [4]. Im Jahr 2010 kam es zu einer hohen Inzidenz von Akne vulgaris und sie war in diesem Jahr die acht häufigste Erkrankung weltweit. Es wurde auch geschätzt, dass etwa 650 Millionen Personen weltweit Akne vulgaris entwickeln. Akne vulgaris ist häufiger bei Männern während der Adoleszenz, aber tendenziell häufiger bei Frauen im Erwachsenenalter [5]. In der Mehrzahl der Fälle klingt die Erkrankung bis zum 30. Lebensjahr ab.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Aufgrund verstärkter Talgproduktion, Hyperkeratose im Ausführungsgang der Talgdrüsen und Hyperproliferation der Keratinozyten bilden sich Komedonen. Entzünden sich diese, entwickeln sich Papeln, Pusteln oder Knoten [6]. Androgene und bakterielle Besiedelung spielen ebenfalls eine Rolle in der Pathogenese der Akne vulgaris.

Prävention

Schonende, regelmäßige Reinigung der Haut ist sinnvoll. Es gibt keine Richtlinien für die Prävention von Akne vulgaris.

Zusammenfassung

Akne vulgaris, auch gemeinhin als Akne bezeichnet, ist eine Hauterkrankung, die durch Entwicklung von entzündlichen Läsionen, nicht-entzündlichen Läsionen, oder eine Kombination davon hauptsächlich im Gesicht, auf Brust und Rücken gekennzeichnet ist [1]. Sie manifestiert sich meistens in der Pubertät. Akne vulgaris kann jedoch auch im Erwachsenenalter auftreten. In seltenen Fällen entwickeln auch Neugeborene Akne vulgaris während der ersten Wochen. Die Erkrankung führt zu Narbenbildung und kann Depressionen und geringes Selbstwertgefühl unter den Betroffenen verursachen.

Patientenhinweise

Definition

Die Akne vulgaris ist eine häufige Hauterkrankung, die mit Mitessern, Papeln, Knoten einhergeht. Sie betrifft Millionen von Jugendlichen auf der ganzen Welt. Mit zunehmendem Alter verschwindet die Akne vulgaris, kann aber bleibende Narben, die eine Ursache von Depression, Angst und geringem Selbstwertgefühl sind können, hinterlassen.

Ursache

Überproduktion der Talgdrüsen und eine gesteigerte Verhornung sind die Hauptgründe für die Entstehung von Akne vulgaris. Darüber hinaus können bestimmte Arten von Medikamenten Akneausbrüche auslösen. Hormonelle Veränderungen sind auch eine der Hauptursachen für Akne vulgaris.

Symptome

Die Entstehung von Mitessern (Komedonen), Papeln, Pusteln und Knoten charakterisiert die Erkrankung. Das Gesicht ist die häufigste Bereich für Entwicklung von Akne.

Diagnose

Die Akne vulgaris wird mit einer Untersuchung der betroffenen Hautareale diagnostiziert. Es gibt drei Sorten von Akne, die abhängig von der Anzahl von Komedonen und entzündlichen Läsionen sind.

Behandlung

Verschiedene Medikamente existieren für die Behandlung dieser Erkrankung der Haut. Diese umfassen orale Medikamente und topische Cremes und Salben, die auf den betroffenen Bereich aufgetragen werden.

Selbsttest

Quellen

  1. Dawson AL, Dellavalle RP. Acne vulgaris. BMJ. May 8 2013; 346:f2634. 
  2. Goulden V, McGeown CH, Cunliffe WJ. The familial risk of adult acne: a comparison between first-degree relatives of affected and unaffected individuals. Br J Dermatol. Aug 1999; 141(2):297-300.
  3. Thiboutot D, Gollnick H, Bettoli V, Dréno B, Kang S, Leyden JJ, et al. New insights into the management of acne: an update from the Global Alliance to Improve Outcomes in Acne group. J Am Acad Dermatol. May 2009; 60(5 Suppl):S1-50.
  4. Collier CN, Harper JC, Cafardi JA, Cantrell WC, Wang W, Foster KW, et al. The prevalence of acne in adults 20 years and older. J Am Acad Dermatol. Jan 2008; 58(1):56-9.
  5. Shaw JC, White LE. Persistent acne in adult women. Arch Dermatol. Sep 2001; 137(9):1252-3. [
  6. Kim J, Ochoa MT, Krutzik SR, et al. Activation of toll-like receptor 2 in acne triggers inflammatory cytokine responses. J Immunol. Aug 1 2002; 169(3):1535-41.
  7. Kellett SC, Gawkrodger DJ. The psychological and emotional impact of acne and the effect of treatment with isotretinoin. Br J Dermatol. Feb 1999; 140(2):273-82.
  8. Strauss JS, Krowchuk DP, Leyden JJ, et al. Guidelines of care for acne vulgaris management. J Am Acad Dermatol. Apr 2007; 56(4):651-63.
  9. Eichenfield LF, Krakowski AC, Piggott C, Del Rosso J, Baldwin H, Friedlander SF, et al. Evidence-based recommendations for the diagnosis and treatment of pediatric acne. Pediatrics. May 2013; 131 Suppl 3:S163-86.
  10. Gollnick H, Cunliffe W, Berson D, Dreno B, Finlay A, Leyden JJ, et al. Management of acne: a report from a Global Alliance to Improve Outcomes in Acne. J Am Acad Dermatol. Jul 2003; 49(1 Suppl):S1-37.

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Medien Referenzen

  1. Acne vulgaris on a very oily skin, CC BY-SA 4.0

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