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    Ameloblastom

    Ameloblastoma - high mag[1]

    Das Ameloblastom (AB) ist ein seltener, odontogener Tumor, der auch als Adamantinom bezeichnet wird. Es handelt sich hierbei um eine primär benigne Neoplasie, die sich sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer entwickeln kann und vom inneren Schmelzepithel ausgeht. Viele Betroffene bleiben lange Zeit asymptomatisch, sodass die Detektion eines AB nicht selten zufällig erfolgt. Grundsätzlich besteht jedoch das Risiko zur malignen Transformation und damit zum aggressiven Wachstum. In solchen Fällen ruft der Tumor schwerwiegendere Symptome hervor. Die Therapie erfolgt durch die Resektion des Tumors, aber lokale Rezidive sind häufig.

    Symptome

    Das AB ist nach dem Odontom der zweithäufigste odontogene Tumor, wird in der klinischen Praxis aber dennoch nur selten gesehen [1]. Die Inzidenz ist bei beiden Geschlechtern gleich hoch und der Tumor kann bei Patienten aller Altersgruppen festgestellt werden [2]. In den meisten Fällen wird die harte und schmerzlose Umfangsvermehrung, als die sich das AB entwickelt, jedoch im mittleren Erwachsenenalter entdeckt [1]. Prädilektionsstellen sind die Unterkieferwinkel und -äste, in zweiter Instanz auch der Oberkiefer im molaren Bereich. Die allermeisten AB wachsen sehr langsam und bestehen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung oft seit Jahren. In den selteneren Fällen, in denen das AB schneller an Größe zunimmt und infiltrativ wächst, treten umfassende Beschwerden innerhalb kürzerer Zeit auf. Es wird geschätzt, dass sich etwa 1% der AB zum ameloblastischen Karzinom entwickeln. Außerdem können ameloblastische Karzinome de novo entstehen, ohne dass das Zwischenstadium des benignen AB durchlaufen wird [3].

    Leitsymptome sind asymmetrische Schwellungen im Bereich der Kiefer, Zahnfehlstellungen und/oder ein vorzeitiger Zahnverlust. Zahnfüllungen, die bis dato keine Probleme bereitet haben, scheinen nicht mehr richtig zu sitzen oder lösen sich vollständig. Nicht selten geht das AB mit einem retinierten Weisheitszahn einher. Die Mundschleimhaut, die den Tumor überzieht, weist regelmäßig Erosionen und Ulzerationen auf. Je nach Lokalisation des Tumors werden angrenzende Gewebe und Hohlräume komprimiert, z.B. die Nasengänge oder der Tränennasenkanal [4] [5].

    Das ameloblastische Karzinom neigt zur Metastasierung, vor allem in die Lunge. Betroffene klagen dann über Schmerzen im Brustraum und respiratorische Probleme.

    Kiefer & Zähne
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  • Diagnostik

    Bei Patienten, die mit Umfangsvermehrungen im Bereich des Ober- oder Unterkiefers vorstellig werden, muss immer auch an eine Neoplasie gedacht werden. Dieser Verdacht ist mit Hilfe der bildgebenden Diagnostik zu bestätigen und obwohl präzise Angaben zum Krankheitsverlauf oft auf einen benignen oder malignen Prozess hinweisen, wird eine genaue Charakterisierung des Tumors durch die Analyse einer Biopsieprobe empfohlen. Finden sich Hinweise auf ein malignes Geschehen, sind weitere bildgebende Verfahren anzuwenden, um die Präsenz von Metastasen abzuklären.

    Zur Darstellung des AB wird für gewöhnlich die Computertomographie eingesetzt, zuweilen auch die Magnetresonanztomographie. Die meisten AB sind als multilokuläre, zystische Läsionen erkennbar, die das umliegende Gewebe infiltrieren und zerstören [2]. Manche Autoren beschreiben eine blasenartiges Bild. Wesentlich seltener werden unilokuläre, gut abgegrenzte, zystische Umfangsvermehrungen beschrieben. Einige AB weisen neben zystischen Anteilen auch solide Bereiche auf. In Einzelfällen entwickeln sich AB als extraossäre und desmoplastische Neoplasien [1].

    Pathohistologisch ist der Wachstumstyp des AB festzustellen, wobei hier zumeist follikuläre und plexiforme Varianten unterschieden werden. Auch granuläre und akanthomatöse AB wurden beschrieben, sie machen jedoch ingesamt weniger als 10% aller Fälle aus [1].

    Therapie

    Prognose

    Ätiologie

    Epidemiologie

    Geschlechtsverteilung
    Altersverteilung

    Pathophysiologie

    Prävention

    Zusammenfassung

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    Quellen

    1. Patsa S, Jadav RB, Halder GC, Ray JG, Datta S, Deb T. Demographic and histopathological variation of ameloblastoma: A hospital-based study. J Oral Maxillofac Pathol. 2016; 20(2):230-233.
    2. Binger T, Jundt G. [Single-cystic ameloblastoma at an early age. 2 case reports]. Mund Kiefer Gesichtschir. 1998; 2(4):213-215.
    3. Moro A, Foresta E, Gasparini G, et al. Ameloblastic carcinoma of the maxilla: A case report and an updated review of the literature. Oncol Lett. 2016; 12(6):4339-4350.
    4. Geddert H, Runge S, Werner U, Walendzik H, Dimmler A. [Maxillary ameloblastoma extending into the sinonasal tract]. Pathologe. 2013; 34(4):335-337.
    5. Hansen T, Bogumil A, Koutsimpelas D. [Primary plexiform ameloblastoma in the sinonasal tract of a 49-year-old female patient. Case report]. Hno. 2013; 61(7):673-676.



    Medien Referenzen

    1. Ameloblastoma - high mag, CC BY-SA 3.0

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