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Anorexia nervosa

Die Anorexia nervosa ist eine Essstörung, gekennzeichnet durch eine krankhafte Angst vor Gewichtszunahme und in der Regel übermäßigem Gewichtsverlust. Es gibt zwei Subtypen von Anorexia nervosa, den restriktiven Typ, bei dem die Nahrungsaufnahme verringert wird, und den Purging-Typ, bei dem zusätzlich das Gewicht durch Erbrechen oder Laxantiengebrauch verringert wird.


Symptome

Patienten haben körperliche und psychische Symptome. Körperliche Anzeichen und Symptome der Anorexia nervosa sind [7]:

Psychische Symptome und Verhaltensauffälligkeiten, die mit Anorexia nervosa assoziiert sind, umfassen:

  • Ablehnung von Mahlzeiten
  • Ausblenden von Hunger
  • Übermäßige Angst vor Gewichtszunahme
  • Unehrlichkeit bei der Diskussion, wie viel Nahrung zu sich genommen worden
  • Häufige, anstrengende oder zwanghafte Ausübung von Sport
  • Sozialer Rückzug
  • Ständige Experimentieren mit Lebensmitteln
  • Reizbarkeit
  • Desinteresse
  • Mangel an Interesse an sexuellen Aktivitäten
  • Verwendung von pflanzlichen Produkten, Abführmitteln, Appetitzüglern, Diuretika, usw.
Vermindertes Selbstwertgefühl
  • Selbstwertgefühl, Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen und der Kommunikation sowie extreme Leistungsorientierung.[medizin-wissen-online.de]
  • Problematische Kognitionen (vermindertes Selbstwertgefühl, Schamgefühle) werden identifiziert und modifiziert. Erarbeitung genereller Regeln, die das Essverhalten über das Therapieende hinaus unauffällig halten sollen.[btonline.de]
Zwangshandlungen
  • Gegen depressive Verstimmungen und Zwangshandlungen sowie zur Prophylaxe werden so genannte Serotonin-Reuptake-Hemmer (SSRI) wie Fluoxetin eingesetzt.[lifeline.de]
  • Oder wie bei der Zwangsstörung können sie unter nahrungsbezogenen Zwangshandlungen und Zwangsgedanken leiden (s. o.).[psychosoziale-gesundheit.net]
Lethargie
  • Und im so genannten Antriebsverhalten um zwei gegensätzliche Pole, nämlich entweder Lethargie (Teilnahmslosigkeit, Trägheit) oder eine oftmals überschießend freigesetzte Energie, die je nach Möglichkeit oder Neigung auch einmal sportlich abgeführt werden[psychosoziale-gesundheit.net]
Hypotonie
  • Weitere Symptome sind Haarausfall , verringerte Körpertemperatur (Hypothermie), niedriger Blutdruck (Hypotonie) und verlangsamter Puls (Bradykardie).[heilpraxisnet.de]
  • Müdigkeit, mangelnde Konzentration und Schwindelgefühle durch ein Absinken des Blutdrucks (Hypotonie) sind ebenso festzustellen wie eine Verlangsamung des Pulses.[u25-emsland.de]
  • Körperliche Anzeichen und Symptome der Anorexia nervosa sind: Schwerer Gewichtsverlust Extreme Müdigkeit Schlaflosigkeit Schwindel Bläuliche Verfärbung der Finger Dünnes Haar Amenorrhoe Trockene Haut Extreme Beschwerden bei Kälte Bradykardie oder Tachykardie Hypotonie[symptoma.com]
  • In den meisten Fällen handelt es sich um Mangelerscheinungen und körperliche Reaktionen auf den Nahrungsentzug, sowie beispielsweise: Sekundäre Amenorrhoe Verlust der Libido orthostatische Dysregulation Hypotonie Ödembildung durch Eiweißmangel bzw.[flexikon.doccheck.com]
  • Libido- und Potenzverlust Bei Beginn der Erkrankung vor der Pubertät ist die Abfolge der pubertären Entwicklung gestört (Wachstumsstopp, fehlende Brustentwicklung) Folgen der Anorexia nervosa Langsamer Herzschlag (Bradykardie) und niedriger Blutdruck, Hypotonie[hypnosis-praxis.de]
Tachykardie
  • Körperliche Anzeichen und Symptome der Anorexia nervosa sind: Schwerer Gewichtsverlust Extreme Müdigkeit Schlaflosigkeit Schwindel Bläuliche Verfärbung der Finger Dünnes Haar Amenorrhoe Trockene Haut Extreme Beschwerden bei Kälte Bradykardie oder Tachykardie[symptoma.com]
Gewichtsverlust
  • Durch den erfolgten Gewichtsverlust wird diese Angst jedoch nicht reduziert. Häufig kann man beobachten, dass trotz des eingetreten Gewichtsverlust die Angst vor dem Dickwerden sich weiter intensiviert.[dieonlinepsychologen.de]
  • Der Gewichtsverlust ist das für das Umfeld auffälligste Symptom der Erkrankung und wird von den Patienten selbst herbeigeführt.[unimedizin-mainz.de]
  • Die Anorexia nervosa ist eine Essstörung, gekennzeichnet durch eine krankhafte Angst vor Gewichtszunahme und in der Regel übermäßigem Gewichtsverlust.[symptoma.com]
  • Gewöhnlich wird der Gewichtsverlust durch eine Einschränkung der Gesamtnahrungsaufnahme erreicht.[psychosoziale-gesundheit.net]
  • Andere Ursachen für Gewichtsverlust ausschließen: Diagnose der Anorexie Am Beginn der Diagnostik bei Magersucht (Anorexia nervosa) steht immer eine gründliche körperliche Untersuchung, um andere Ursachen des Gewichtsverlusts auszuschließen.[lifeline.de]
Anämie
  • […] anorektisches Gewicht 16,0 stationäre Aufnahme empfehlenswert 14,0 kritisch niedrig; zunehmend organische Komplikationen 12,0 Lebensgefahr 10,0 in der Regel nicht mit dem Leben vereinbar Im Labor finden sich: niedrige Hormonwerte: LH , FSH , Östrogen Anämie[flexikon.doccheck.com]
  • Die Mangelernährung und das purging-Verhalten können zu bedeutsamen damit verbundenen medizinischen Krankheitsfaktoren führen (Anämien, Herz-Rhythmus-Störungen, Osteoporose, Hormonstörungen etc.).[dieonlinepsychologen.de]
  • Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie), der Elektrolyte (Elektrolytverschiebungen; eine chronische Hypokaliämie kann eine Nephropathie induzieren), Hormonspiegels (Östradiol, FSH, LH), aber auch Erhöhung des hypophysären Wachstumshormons und des Kortisols[medizin-wissen-online.de]
  • Blutarmut/Ödeme Aufgrund einer Schädigung des Knochenmarks kann eine Anämie (Blutarmut) hervorgerufen werden. Durch die niedrige Eiweißzufuhr mit der Nahrung kommt es zu einem Absinken des Albumins (Transportprotein).[ernaehrung.de]
  • Als Laborbefunde finden sich eine mikrozytäre, hypochrome Anämie wiegen Eisenmangel, eine Armut an Leukozyten und Thrombozyten und vermehrtes Auftreten von Lymphozyten. 3.[wicker.de]
Hypothermie
  • Weitere Symptome sind Haarausfall , verringerte Körpertemperatur (Hypothermie), niedriger Blutdruck (Hypotonie) und verlangsamter Puls (Bradykardie).[heilpraxisnet.de]
  • Zu weitere Folgeerscheinungen gehören häufiges Frieren und Frösteln durch ein Absinken der Körpertemperatur (Hypothermie).[u25-emsland.de]
  • Hypalbuminämie Bradykardie Haarausfall Lanugobehaarung Muskelschwäche Hypothermie Elektrolyt-Verluste Kachexie Osteoporose Betroffene zeigen keinerlei Krankheitseinsicht.[flexikon.doccheck.com]
  • Folgen sind: Bradykardie, Hypotonie, Hypothermie und Akrozyanose. Außerdem können brüchige Haare, trockene Haut und eine Lanugobehaarung als Folge der hormonellen Veränderungen auftreten.[vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de]
  • Elektrolytverschiebungen ZNS : Kortikale (Pseudo‑)Hirnatrophie ggf. mit Liquorraumerweiterung Hirnorganisches Psychosyndrom möglich Störung der Konzentration, des Gedächtnisses und des Wesens Magen -Darm : Obstipation Knochen : Sekundäre Osteoporose Körpertemperatur : Hypothermie[amboss.miamed.de]
Appetitverlust
  • . - Beginn der Erkrankung oft in der Pubertät (10 bis 18 Lebensjahr), aus übertriebener Furcht vor der Gewichtszunahme kommt es zu Appetitverlust bis hin zur totalen Nahrungsverweigerung.[soziales-wissen.de.tl]
  • .- : Essstörungen F50.0 - : Anorexia nervosa Exklusive : Appetitverlust (R63.0), Psychogener Appetitverlust ( F50 .8) F50.00 : Anorexia nervosa, restriktiver Typ Anorexia nervosa, ohne Maßnahmen zur Gewichtsreduktion F50.01 : Anorexia nervosa, aktiver[amboss.miamed.de]
  • […] organische Komplikationen 12,0 Lebensgefahr 10,0 in der Regel nicht mit dem Leben vereinbar Im Labor finden sich: niedrige Hormonwerte: LH , FSH , Östrogen Anämie Leukopenie 6 Differentialdiagnosen Bulimie Kachexie im Rahmen von malignen Erkrankungen Appetitverlust[flexikon.doccheck.com]
  • Wörtlich übersetzt bedeutet Anorexie "Appetitverlust oder -verminderung" - eine nicht korrekte Bezeichnung, da nicht unbedingt der Appetit fehlt, sondern eine Sucht nach Hunger entsteht.[vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de]
  • Gewichtsabnahme, Abmagerung, Gewichtsverlust, Kachexie, Untergewicht Übelkeit, Brechreiz, Emesis, Erbrechen, Nausea, Vomitus Angst, Angststörungen, Furcht, Panik, Panikattacke Muskelkrämpfe, Krampf, Wadenkrampf, Wadenkrämpfe Appetitlosigkeit, Appetitmangel, Appetitverlust[sprechzimmer.ch]
Bauchschmerz
  • In körperlicher Hinsicht drohen Müdigkeit, Muskelschwäche, Schwindel, Kälte-Empfindlichkeit, Ohnmachtgefühle, Kopf- und Bauchschmerzen, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit, Herz-Kreislaufstörungen (niederer Blutdruck, langsamer Herzschlag), Haut-Veränderungen[psychosoziale-gesundheit.net]
  • Leistungsorientierung, Perfektionismus Übermäßiger Leistungsanstieg oder deutlicher Leistungsabfall Rückzug von Familie, Freunden Vernachlässigung von Hobbys Leugnen von Problemen Körperliche Symptome: Häufiges Frieren Schwäche, Schwindel, Ohnmachten Häufige Bauchschmerzen[bapk.de]
Nausea
  • Verschiedene Krankheitsbilder Diäten: Übertreibungen können zu Essstörung führen Essstörungen machen junge Frauen kinderlos Symptome (11 Ergebnisse) Gewichtsabnahme, Abmagerung, Gewichtsverlust, Kachexie, Untergewicht Übelkeit, Brechreiz, Emesis, Erbrechen, Nausea[sprechzimmer.ch]
Emesis
  • Essstörungen - Verschiedene Krankheitsbilder Diäten: Übertreibungen können zu Essstörung führen Essstörungen machen junge Frauen kinderlos Symptome (11 Ergebnisse) Gewichtsabnahme, Abmagerung, Gewichtsverlust, Kachexie, Untergewicht Übelkeit, Brechreiz, Emesis[sprechzimmer.ch]
Lanugohaar
  • Herzrhythmusstörungen worauf ein plötzlicher Herztod folgen kann Unfruchtbarkeit - Osteoporose mit erhöhtem Risiko auf Knochenbruch Zahnerosionen durch Magensäure, Kariers Chronische Verstopfung, Magenkrämpfe, Übelkeit, Nierenversagen, Blasenschwäche Wachstum von Lanugohaaren[bundesfachverbandessstoerungen.de]
  • Osteoporose mit erhöhtem Risiko von Knochenbrüchen beim Purging-Typus mit Erbrechen, Karries und Zerstörung der Zähne Verdauungsstörungen, Erbrechen, Verstopfung, Nierenversagen Wuchs von Lanugohaaren an Rücken, Armen und Gesicht Ursachen der Anorexia[hypnosis-praxis.de]
Alopezie
  • , Anlagebedingter Haarausfall, Diffuse Alopezie, Kreisrunder Haarausfall Herzrhythmusstörungen, Rhythmusstörungen Andere Quellen (21 Ergebnisse) Essstörungen: Bei jungen Männern häufig übersehen Essstörungen: Präventionskampagnen schiessen am Ziel vorbei[sprechzimmer.ch]
Amenorrhoe
  • Definitionsgemäß gehört die sekundäre Amenorrhö zum Vollbild der Anorexia nervosa. Von einer primären Amenorrhö spricht man erst ab dem 16. Lebensjahr.[vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de]
  • Bei Frauen kann es zu Amenorrhoe (Ausbleiben der Regel) und Unfrutbarkeit führen. Auch kann ein verzögertes oder kein Brustwachstum bei Frauen die Folge sein.[hypnosis-praxis.de]
  • Bei den betroffenen Frauen liegt eine Amenorrhoe vor. Unterformen der Magersucht sind die durch Fasten herbeigeführte „restriktive Form“ sowie die durch gegenregulatorische Maßnahmen (z.B.[klinikum.uni-heidelberg.de]
  • Amenorrhoe: Das Ausbleiben von mindestens 3 aufeinanderfolgenden Menstruationszyklen bei Frauen, bei Männern Rückgang des Sexualtriebes.[sprechzimmer.ch]
  • Es besteht eine so genannte endokrine Störung, die insbesondere die Hormonproduktion betrifft: Diese ist verringert und führt bei Frauen zu einem Aussetzen der Regelblutung (Amenorrhö), bei Männern zu einem Verlust von sexuellem Verlangen und Potenz.[bundesfachverbandessstoerungen.de]
Sekundäre Amenorrhoe
  • Bei Frauen das Vorliegen einer sekundären Amenorrhö, d.h. das Ausbleiben von mindestens 3 aufeinander folgenden Menstruationszyklen.[vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de]
  • In den meisten Fällen handelt es sich um Mangelerscheinungen und körperliche Reaktionen auf den Nahrungsentzug, sowie beispielsweise: Sekundäre Amenorrhoe Verlust der Libido orthostatische Dysregulation Hypotonie Ödembildung durch Eiweißmangel bzw.[flexikon.doccheck.com]
  • Amenorrhö /Ausbleiben der Regelblutung ( LH / FSH ) , Libidoverlust Weitere psychiatrische Symptome Persönlichkeitsstruktur Patienten sind i.d.R. ehrgeizig und sehr leistungsorientiert Ernährung ist das zentrale Thema Somatische Folgen Die somatischen[amboss.miamed.de]
  • Amenorrhö Quelle: [2] Epidemiologie: 50 bis 70 pro 100.000 Die Prävalenz für Magersucht wird bei den 14- bis 18-Jährigen auf 0,3 bis ein Prozent geschätzt.[deutsche-apotheker-zeitung.de]
  • Bei magersüchtigen Frauen bleibt zudem die Monatsblutung aus ( sekundäre Amenorrhoe ). Bei extremer Mangelernährung steigt das Risiko einer Osteoporose (Knochenschwund).[spektrum.de]
Zyklusstörung
  • In körperlicher Hinsicht drohen Müdigkeit, Muskelschwäche, Schwindel, Kälte-Empfindlichkeit, Ohnmachtgefühle, Kopf- und Bauchschmerzen, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit, Herz-Kreislaufstörungen (niederer Blutdruck, langsamer Herzschlag), Haut-Veränderungen[psychosoziale-gesundheit.net]
  • Bauchhöhlenpunktion, Bauchwasserpunktion Verwandte Themen (11 Ergebnisse) Abhängigkeit, Drogensucht, Sucht, Suchterkrankung, Suchterkrankungen Osteoporose, Erhöhte Knochenbrüchigkeit, Knochenschwund Blutungsstörungen, Dysmenorrhoe, Störungen des Menstruationszyklus, Zyklusstörungen[sprechzimmer.ch]
Sexuelle Funktionsstörung
  • .), Schlafstörungen, gynäkologische und sexuelle Funktionsstörungen (Zyklusstörungen, Ausbleiben der Monatsblutung, Unfruchtbarkeit), Stoffwechsel-Störungen (Blutbild, Schilddrüsenhormone, Cholesterin u. a.), orthopädische Beeinträchtigungen (z. B.[psychosoziale-gesundheit.net]

Diagnostik

Eine frühzeitige Intervention und Therapie erweisen sich oft als wirksam bei der Behandlung der Erkrankung [9]. In der Regel wird die Behandlung auf diese drei Hauptbereiche konzentriert:

  • Wiederherstellung des Normalgewichtes
  • Die Behandlung von psychischen Störungen im Zusammenhang mit der Erkrankung
  • Verringerung oder Beseitigung der Verhaltensweisen, die für die Erkrankung verantwortlich sind

Therapie

Die Behandlung dieser Erkrankung erfordert eine physische, soziale und psychologische Beurteilung des Patienten, um einen geeigneten Behandlungsplan zu erstellen.
Im Allgemeinen umfasst die Therapie der Erkrankung eine Kombination von psychologischer Therapie und individueller Ernährungsberatung. Die Behandlung erfolgt ambulant, außer in schweren Fällen, in denen der Patient stationär behandelt werden muss.

Prognose

Die Prognose der Anorexia nervosa variiert. Morbiditätsraten reichen oft von 10 bis 20% und nur 50% der Patienten sind in der Lage, sich vollständig zu erholen. Von den verbleibenden, sind 20% stark untergewichtig, 25% untergewichtig [6]. Allerdings ist die Sterblichkeit als Folge von Unterernährung bei Patienten mit Anorexia nervosa seltener, als Selbstmord, der die Hauptquelle der Mortalität darstellt. Selbstmordversuche sind häufiger bei Personen mit körperlichen Schmerzen, Drogenkonsum und Laxantiengebrauch.

Ätiologie

Anorexia nervosa entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel von gesellschaftlichen, biologischen und psychologischen Faktoren [3]. Die Erkrankung betrifft mehr Frauen als Männer und tritt vor allem bei Jugendlichen auf. Patienten, die Anorexia nervosa entwickeln, zeigen oft eine relativ hohe Inzidenz von prämorbiden Angststörungen. Da die meisten Fälle in der Pubertät auftreten, kann die Kontrolle von Körpergewicht und Nahrungsaufnahme das Streben nach Autonomie und Selbstbestimmung abbilden.

Einige prädisponierenden Faktoren für Essstörungen sind:

  • Weibliches Geschlecht
  • Schwierigkeiten mit negativen Emotionen umzugehen
  • Geringes Selbstvertrauen
  • Positive Familienanamnese für Essstörungen
  • Perfektionistische Persönlichkeit
  • Schwierigkeiten bei Konfliktlösung
  • Förderung der Gewichtsverlusts (aktiv oder passiv) durch die Eltern

Personen mit Anorexia nervosa haben eine lebenslang erhöhte Inzidenz von Angststörungen, depressiven Störungen, sowie Zwangsstörungen. Systemischer Lupus eythematosus und kongenitale adrenale Hyperplasie sind Erkrankungen, die häufig mit Anorexia nervosa verbunden sind.

Epidemiologie

Die Erkrankung kommt in allen entwickelten Ländern und sozioökonomischen Klassen vor. Weltweit betragen die Inzidenzraten etwa 0,3 bis 1% der Frauen und 0,1 bis 0,3% bei Männern. Anorexia nervosa kommt auch in Entwicklungsländern wie China und Brasilien [4] vor.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Ein typischer Fall von Anorexia nervosa beginnt mit einer Diät oder verstärkten sportlichen Aktivitäten bei Normalgewicht oder leichtem Übergewicht und einem Plan, Gewicht zu verlieren. Nach den ersten positiven Ergebnissen, erhält der Patient oft Komplimente von Kollegen oder der Familie. Dadurch fällt es schwerer dieses Verhalten zu stoppen, sobald das gewünschte Gewicht erreicht ist [5].

Die Mangelernährung bewirkt Proteinmangel und Störung der verschiedener Organsysteme, einschließlich Herz-Kreislauf-System, Nieren, Gastrointestinaltrakt und der neurologischen, endokrinen, reproduktiven und hämatologischen Systeme.

Prävention

Es gibt keine Richtlinien für die Prävention der Anorexia nervosa oder anderen Formen von Essstörungen [10].

Zusammenfassung

Die Anorexia nervosa ist eine Essstörung, bei der Patienten versuchen ihr Körpergewicht so niedrig wie möglich [1] zu halten. Sie erreichen dies durch eine strenge Begrenzung der Menge der Nahrung, die sie zu sich nehmen und abhängig vom vorliegenden Subtyp auch durch kompensatorische Verhaltensweisen, wie Erbrechen oder Laxantiengebrauch. Sie neigen auch zu übermäßiger Ausübung von Sport.

Verschiedene psychogene Ursachen können die Anorexia nervosa auslösen und die meisten Erkrankten leiden an einer Körperschemastörung [2] und nehmen sich trotz des Untergewichts als zu dick wahr. Anorexia nervosa betrifft beide Geschlechter und der Altersgipfel der Erkrankung liegt bei 16 bis 17 Jahren.

Patientenhinweise

Die Anorexia nervosa ist eine Essstörung, die durch selbst herbeigeführte, starke Gewichtsabnahme gekennzeichnet ist. Die Krankheit tritt häufig während der Pubertät auf. Die genaue Ursache ist nicht bekannt, eine Kombination aus psychischen, gesellschaftlichen und anderen Faktoren ist wahrscheinlich. Die Behandlung erfolgt durch eine medizinische Behandlung und durch Psychotherapie.

Quellen

Artikel

  1. Miller KK, Grinspoon SK, Ciampa J, Hier J, Herzog D, Klibanski A. Medical findings in outpatients with anorexia nervosa. Arch Intern Med. Mar 14 2005;165(5):561-6.
  2. Eisler I, Simic M, Russell GF, Dare C. A randomised controlled treatment trial of two forms of family therapy in adolescent anorexia nervosa: a five-year follow-up. J Child Psychol Psychiatry. Jun 2007;48(6):552-60.
  3. Morris J, Twaddle S. Anorexia nervosa. BMJ. Apr 28 2007;334(7599):894-8.
  4. Herpertz-Dahlmann B, Salbach-Andrae H. Overview of treatment modalities in adolescent anorexia nervosa. Child Adolesc Psychiatr Clin N Am. Jan 2009;18(1):131-45.
  5. E Grange D. The Maudsley family-based treatment for adolescent anorexia nervosa. World Psychiatry. Oct 2005;4(3):142-6.
  6. American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition (DSM-5), American Psychiatric Association, Arlington, VA 2013.
  7. Keel PK, McCormick L. Diagnosis, assessment, and treatment planning for anorexia nervosa. In: TheTreatment of Eating Disorders: A Clinical Handbook, Grilo CM, Mitchell JE (Eds), The Guilford Press, New York 2010. p.3.
  8. Andersen, AE, Yager, J. Eating disorders. In: Kaplan and Sadock's Comprehensive Textbook of Psychiatry, Volume I, Ninth Edition, Sadock, BJ, Sadock, VA, Ruiz P (Eds), Lippincott Williams & Wilkins, Philadelphia 2009. p.2128.
  9. Weider S, Indredavik MS, Lydersen S, Hestad K. Neuropsychological function in patients with anorexia nervosa or bulimia nervosa. Int J Eat Disord 2014.
  10. Hudson JI, Hiripi E, Pope HG Jr, Kessler RC. The prevalence and correlates of eating disorders in the National Comorbidity Survey Replication. Biol Psychiatry 2007; 61:348.

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