Asherman-Syndrom (Fritsch-Asherman-Syndrom)

Das Asherman-Syndrom (AS) charakterisiert sich durch die Präsenz multipler Synechien im Uterus und geht mit Störungen des weiblichen Zyklus, Amenorrhoe und Unfruchtbarkeit einher. Die häufigste Ursache sind intrauterine Traumata. Die Therapie des AS umfasst die Beseitigung vorhandener Synechien, die Prophylaxe neuer Verklebungen und den Wiederaufbau eines funktionellen Endometriums.

Diese Erkrankung betrifft den folgenden Prozess: kongenital. In Ergänzung wird Asherman-Syndrom auch durch folgenden Prozess ausgelöst: anatomisch/fremd.

Symptome

Die Prävalenz des AS in der weiblichen Allgemeinbevölkerung kann nur schwer eingeschätzt werden, wird aber mit bis zu 20% der Frauen, bei denen eine Ausschabung der Gebärmutter vorgenommen wurde, recht hoch beziffert. Wenngleich jegliches intrauterine Trauma zu Bildung von Synechien und damit zu Symptomen im Sinne des AS führen kann, so sind doch die meisten Fälle auf Probleme während oder nach der Schwangerschaft zurückzuführen [1], insbesondere wenn ein Abort eingeleitet und/oder eine Ausschabung vorgenommen wurde [2]. Auch nach mehreren Fehlgeburten besteht ein erhöhtes Risiko auf intrauterine Verklebungen. Nicht jeder Frau mit intrauterinen Synechien ist symptomatisch und es wird davon abgeraten, in solchen Fällen von einem AS zu sprechen [3].

Wichtigste Symptome des AS sind sehr schwache oder ausbleibende Regelblutungen (Hypomenorrhoe oder Amenorrhoe) sowie Subfertilität oder Infertilität. Über eine direkte Korrelation zwischen dem Schweregrad der Erkrankung und dem Ausmaß der Menstruations- und Fruchtbarkeitsprobleme wurde wiederholt spekuliert: In schweren Fällen füllen die Synechien nahezu die gesamte Gebärmutter aus, die Menstruation bleibt aus und die Patientin ist unfruchtbar. Eine Prognose zur Fruchtbarkeit bei weniger stark ausgeprägtem AS ist jedoch nur schwer zu stellen. Selbst wenn die Implantation einer befruchteten Eizelle im geschädigten Endometrium gelingt, besteht ein erhöhtes Risiko auf eine Fehlgeburt. Allerdings können Fruchtbarkeitsprobleme im Zusammenhang mit dem AS auch dadurch entstehen, dass der Weg der Spermien zur Eizelle versperrt ist. Dann sind die Chancen auf eine deren Befruchtung zwar vermindert, aber bei weitgehender Intaktheit des Uterus kann das Kind ausgetragen werden.

Neben den zuvor genannten Leitsymptomen der Menstruations- und Fertilitätsprobleme berichten manche Frauen über starke Regelschmerzen trotz schwacher Blutung. Hier kann der Abfluss des Menstruationsblutes behindert sein. Wenn die Regelblutung gar nicht abfließen kann, kommt es zu chronischen Schmerzen im Unterleib.

Diagnostik

Das klinische Bild ist wenig spezifisch; am ehesten wecken noch anamnestische Angaben zu einer vorangegangenen Manipulation des Uterus einen Verdacht auf das AS. Die Diagnose desselben erfolgt mit Hilfe der bildgebenden Diagnostik. Als Goldstandard gilt hier die endoskopische Untersuchung der Gebärmutter [4]. Die Hysteroskopie erlaubt die direkte Visualisierung der Verklebungen im inneren des Uterus. Die Synechien können präzise lokalisiert und beschrieben werden, und die Methode ermöglicht eine etwaige Einschätzung des Schweregrades der Erkrankung. Zwar wurden verschiedene Scoring-Systeme entwickelt [4], nach denen sich aus den hysteroskopischen Befunden eine Prognose ableiten lässt, aber die Ergebnisse sind nur wenig zufriedenstellend. Es wird daher empfohlen, bei der Beurteilung der Befunde immer auch die gynäkologische Vorgeschichte der Patientin zu berücksichtigen.

Die kostengünstige und weitreichend verfügbare, transvaginale Sonographie hat bezüglich der Detektion des AS nur eine geringe Sensitivität und Spezifität. Falls eine Hysteroskopie nicht durchführbar ist, kann versucht werden, das AS im Rahmen einer Sonohysterographie zu diagnostizieren [5]. Der Kontrast zwischen den Synechien und der instillierten Salzlösung ist wesentlich größer als der zwischen den Verklebungen und der Gebärmutterwand. Wenn die Zervix nicht passierbar ist und der Uterus weder endoskopisch untersucht noch mit Salzlösung gefüllt werden kann, kann eine Magnetresonanztomographie wertvolle Befunde liefern [6].

Therapie

Prognose

Ätiologie

Epidemiologie

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Prävention

Zusammenfassung

Patientenhinweise

Selbsttest

Quellen

  1. Engelbrechtsen L, Langhoff-Roos J, Kjer JJ, Istre O. Placenta accreta: adherent placenta due to Asherman syndrome. Clin Case Rep. 2015; 3(3):175-178.
  2. Bougie O, Lortie K, Shenassa H, Chen I, Singh SS. Treatment of Asherman's syndrome in an outpatient hysteroscopy setting. J Minim Invasive Gynecol. 2015; 22(3):446-450.
  3. Zupi E, Centini G, Lazzeri L. Asherman syndrome: an unsolved clinical definition and management. Fertil Steril. 2015; 104(6):1380-1381.
  4. Conforti A, Alviggi C, Mollo A, De Placido G, Magos A. The management of Asherman syndrome: a review of literature. Reprod Biol Endocrinol. 2013; 11:118.
  5. Salle B, Gaucherand P, de Saint Hilaire P, Rudigoz RC. Transvaginal sonohysterographic evaluation of intrauterine adhesions. J Clin Ultrasound. 1999; 27(3):131-134.
  6. Dykes TA, Isler RJ, McLean AC. MR imaging of Asherman syndrome: total endometrial obliteration. J Comput Assist Tomogr. 1991; 15(5):858-860.

  • Amenorrhea: evaluation and treatment - T Master-Hunter, DL Heiman - Am Fam Physician, 2006 - gchmeded.org
  • Amenorrhea secondary to puerperal curettage (Asherman's syndrome). - PA Jensen, WB Stromme - American journal of obstetrics and , 1972 - ncbi.nlm.nih.gov
  • Amenorrhea secondary to puerperal curettage (Asherman's syndrome). - PA Jensen, WB Stromme - American journal of obstetrics and , 1972 - ncbi.nlm.nih.gov


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