Gelbfieber (Gelbfieber nicht spezifiziert)

YellowFeverVirus[1]

Gelbfieber ist eine Infektion, die durch das Gelbfieber-Virus aus der Gruppe der Arboviridae verursacht wird. Die Übertragung des Gelbfiebers geschieht häufig durch Stegomyia aegypti, aber auch einige andere Stechmücken können auch als Vektor für dieses Virus dienen.


Symptome

Gelbfieber hat eine Inkubationszeit von fünf bis sechs Tagen. In der Anfangsphase, die drei bis vier Tage dauert, besteht leichtes Fieber mit Schüttelfrost und Ikterus [7].
Der Patient klagt auch häufig über Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit und Schwäche. Die nächste Phase ist die Remission, die 48 Stunden dauert. Die meisten Patienten erholen sich nach dieser Phase.

Wenn nicht vollständig behandelt, verschlechtert sich die Krankheit und es kommt zur toxische Phase, wobei hämorrhagisches Fieber mit Schock, Ikterus und Bauchschmerzen auftreten können [8] [9]. In der toxischen Phase kommt es zu massiven Blutungen im Gastrointestinaltrakt. Dies führt zu Erbrechen von Blut und blutigem Stuhlgang. Es kommt zu einer Schädigung der Leber, der Nieren und des Kreislaufsystems. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass etwa 50% der Menschen weltweit, die diese schwere Phase der Infektion erreichen, versterben.

Diagnostik

Die Diagnosestellung des Gelbfiebers beginnt mit kompletter Anamnese, einschließlich der Reiseanamnese und Impfstatus. Bei der allgemeinen körperlichen Untersuchung sind Tachykardie, Ikterus, belegte Zunge, Dehydrierung und dunkler Urin feststellbar. Labormedizinische Untersuchungen helfen, um die Diagnose zu bestätigen. Diese beinhalten:

  • Blutbild: Die Ergebnisse bei Patienten mit Gelbfieber sind Leukopenie, Thrombozytopenie und erhöhte Hämoglobin- und Hämatokritwerte.
  • Gerinnungsstudien: Diese zeigen reduziertes Fibrinogen und Gerinnungsfaktoren II, VI, VII, VIII, XI und X, sowie verlängerte Gerinnungszeit.
  • Urinanalyse: Proteine ​​und Urobilinogen sind erhöht.
  • Leberfunktionstests: Aspartat-Aminotransferase (AST) und direktes Bilirubin sind erhöht und Hypalbuminämie besteht.
  • Polymerase-Kettenreaktion (PCR): Dient dem Erregernachweis.
  • Enzym-Immunoassay (ELISA): Ein Anstieg der Gelbfieber-spezifischne Antikörper-Titer bestätigt die Diagnose.

Therapie

Es gibt keine spezifische Behandlung für Gelbfieber. Die Therapie ist symptomatisch und beinhaltet die komplette Bettruhe unter Moskitonetzen. Antipyretika und Analgetika sind hilfreich, um Fieber und Schmerzen zu behandeln. Medikamente wie Antazida helfen bei gastrointestinalen Blutungen. Bluttransfusionen können bei schweren Blutungen gegeben werden. Orale oder intravenöse Flüssigkeitszufuhr ist notwendig, um Dehydrierung vorzubeugen. Dialyse kann erforderlich sein, wenn sich Nierenversagen entwickelt.

Prognose

Die Sterblichkeit aufgrund von Gelbfieber ist von der Schwere der Erkrankung abhängig. Sie variiert zwischen 50% ohne ärztliche Behandlung und etwa 5% mit medizinischer Versorgung. Die Mortalität ist bei hämorrhagischem Fieber, Ikterus, Leber- und Nierenversagen höher. Der Tod tritt in der Regel innerhalb von 7 bis 10 Tagen ein. Nach Ablauf der Erkrankung besteht lebenslange Immunität. Insgesamt ist die Prognose gut, wenn die Krankheit diagnostiziert und behandelt wird.

Ätiologie

Gelbfieber wird durch ein umhülltes RNA Virus namens Gelbfieber-Virus aus der Familie der Flaviviridae [3] verursacht. Die Personen, die ein höheres Risiko für die Entwicklung von Gelbfieber haben, sind Reisende in bestimmten Teilen von Südamerika und Afrika. Das Risiko der Erkrankung kann durch verschiedenen Faktoren wie Reisen in endemischen Gebieten, Besuch ländlicher Gebieten oder die Teilnahme an Outdoor-Aktivitäten wie Camping, Radfahren, Wandern oder Feldarbeit erhöht werden.

Epidemiologie

Gelbfieber ist endemisch in tropischen Gebieten Südamerikas und Afrikas [4]. Über 15% der Personen, die Gelbfieber entwickeln, haben schwerwiegende Komplikationen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 200.000 Fälle von Gelbfieber weltweit, jedes Jahr zu 30.000 Todesfällen führen. Durch verringerte Immunität gegen Infektionen, Entwaldung, Klimaveränderungen und zunehmende Verstädterung, wird Gelbfieber weltweit häufiger. Ein hohes Risiko für Gelbfieber besteht in 45 Ländern, viele davon in tropischen Klimazonen.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Das Gelbfieber-Virus wird auf den Menschen durch den Stich einer infizierten Mücke, häufig Stegomyia aegypti, übertragen. Einige andere Stechmücken können auch als Vektor für dieses Virus dienen. Das Gelbfieber-Virus wird durch eine weibliche Mücke aufgenommen, indem sie einen infizierten Menschen sticht. Die Mücke kann dann das Virus auf andere Menschen übertragen. Das Gelbfieber-Virus kann auch durch Mücken von nicht-humanen Primaten auf den Menschen durch ein silvatischen Zyklus übertragen werden [5]. Dies tritt meist bei Reisenden oder in Dschungelgrenzgebieten auf. Die Stechmücken, die die Viren verbreiten sind in der Regel während der Tageszeit rund um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang aktiv.

Die Viren erreichen den Magen der infizierten Mücken, vermehren sich dort und gelangen dann über den Blutstrom in die Speicheldrüsen. Wenn die infizierte Mücke eine Person beißt, wird das Virus, durch den Speichel der Mücke übertragen. Nach der Übertragung des Virus repliziert es sich in den Lymphknoten. Von dort gelangen die Viren in die Hepatozyten [6]. Wenn unbehandelt, kann es zu Komplikationen wie Schock und Multiorganversagen kommen.

Prävention

Gelbfieber ist durch Impfung vermeidbar, die für zehn Jahre anhält und bei fünfundneunzig Prozent der Fälle wirksam ist [10]. Die Impfung wird nicht für Kinder unter 9 Monaten und immungeschwächten Personen empfohlen. Die Immunisierung sollte besonders bei Reisen in Risikogebiete erfolgen. Die präventiven Maßnahmen, die ergriffen werden sollten, sind das Tragen von Schutzkleidung, Verwendung von Insektenschutzmittel und die Vermeidung von Insektenstichen im Allgemeinen.

Zusammenfassung

Gelbfieber ist eine Virusinfektion durch Flaviviren, die durch den Biss eines infizierten Vektors übertragen wird. Das Virus ist in tropischen und subtropischen Gebieten in Südamerika und Afrika heimisch [1] [2]. In den meisten Fällen entwickeln sich die Symptome innerhalb von 3 bis 6 Tagen und umfassen Fieber, Schüttelfrost, Ikerus, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Muskelschmerzen. Die Impfung gegen Gelbfieber bietet Schutz für etwa zehn Jahre. Unbehandelte Fälle können zu schweren Komplikationen wie Blutungen, Schock, Organversagen, und manchmal zum Tod führen.

Patientenhinweise

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch den Biss eines infizierten Moskitos übertragen wird. Das Virus ist in subtropischen Gebieten verbreitet. Die Patienten haben in der Regel Fieber, Kopfschmerzen, Gelbfärbung der Haut und in schweren Fällen innere Blutungen. Gelbfieber kann durch einen Impfung verhindert werden.

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Quellen

  1. Bryan CS, Moss SW, Kahn RJ. Yellow fever in the Americas. Infectious disease clinics of North America. Jun 2004;18(2):275-292, table of contents.
  2. Barnett ED, Wilder-Smith A, Wilson ME. Yellow fever vaccines and international travelers. Expert review of vaccines. Jul 2008;7(5):579-587.
  3. Liceaga E. [The etiology of yellow fever, 1898]. Salud publica de Mexico. Sep-Oct 1989;31(5):708-719.
  4. Barnett ED. Yellow fever: epidemiology and prevention. Clinical infectious diseases : an official publication of the Infectious Diseases Society of America. Mar 15 2007;44(6):850-856.
  5. Barrett A, Higgs, S. Yellow fever: A disease that has yet to be conquered. Annu Rev Entomol. 2007;52.
  6. Monath TP, Barrett AD. Pathogenesis and pathophysiology of yellow fever. Advances in virus research. 2003;60:343-395.
  7. Monath TP. Treatment of yellow fever. Antiviral research. Apr 2008;78(1):116-124.
  8. Cleri DJ, Ricketti AJ, Porwancher RB, Ramos-Bonner LS, Vernaleo JR. Viral hemorrhagic fevers: current status of endemic disease and strategies for control. Infectious disease clinics of North America. Jun 2006;20(2):359-393, x.
  9. Quaresma JA, Pagliari C, Medeiros DB, Duarte MI, Vasconcelos PF. Immunity and immune response, pathology and pathologic changes: progress and challenges in the immunopathology of yellow fever. Reviews in medical virology. Sep 2013;23(5):305-318.
  10. Roukens AH, Visser LG. Yellow fever vaccine: past, present and future. Expert opinion on biological therapy. Nov 2008;8(11):1787-1795.

Medien Referenzen

  1. YellowFeverVirus, Public Domain

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