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Glossitis mediana rhombica

Der Terminus Glossitis mediana rhombica (GMR) beschreibt eine gut abgegrenzte, mehr oder weniger symmetrische Läsion des Zungenrückens. Diese Läsion entspricht einem Gebiet der papillären Atrophie, aber die meisten Patienten bleiben asymptomatisch. Die Ätiologie dieser doch recht häufig anzutreffen Kondition bleibt im Wesentlichen ungeklärt. Für gewöhnlich ist keine Behandlung erforderlich. In einigen Fällen können Betroffene jedoch von einer antimykotischen Therapie profitieren.


Symptome

Bei der GMR handelt es sich um eine häufige Kondition und es wird geschätzt, dass bis zu 1% der Bevölkerung eine gewisse zentrale papilläre Atrophie zeigt [1]. Männer sind etwa dreimal so oft betroffen wie Frauen.

Die GMR zeigt sich als scharf begrenzte, erythematöse und daher leuchtend rote Läsion auf dem Zungenrücken. Sie imponiert als rhomboide Anomalie direkt anterior der Papillae vallatae [2]. Ein fleckiges Erscheinungsbild ist häufig zu beobachten, da innerhalb des Rhombus einzelne Foki liegen, die nach wie vor Papillen tragen und daher von weißlicher Farbe sind. Die Oberfläche der Läsion ist glatt oder gelappt; nur selten sind Erosionen zu sehen [1]. In manchen Fällen ist der Rhombus leicht über die umgebende Zungenoberfläche erhaben. Die meisten GMR sind in der Mittelinie des Zungenrückens gelegen, aber auch paramediane Läsionen wurden beschrieben [3]. GMR-Patienten zeigen meist keinerlei zusätzliche Symptome. Nur in seltenen Fällen klagen sie über Pruritus oder Schmerzen im betroffenen Bereich.

Unter Umständen kann am gegenüberliegenden Gaumen eine ähnliche Läsion ausgemacht werden. Man beschreibt diese als "kissing lesion". Die Präsenz einer solchen Anomalie kann auf eine infektiöse Genese hinweisen und sie ist am häufigsten bei immundefizienten Patienten festzustellen. Deshalb sind in solchen Fällen diagnostische Maßnahmen einzuleiten, um die Immunkompetenz des Individuums zu beurteilen. In diesem Zusammenhang sollte auch an einen möglichen Diabetes mellitus gedacht werden, wenngleich diese Variante der GMR häufiger mit einer Infektion mit dem humanen Immunschwäche-Virus und einem erworbenen Immundefektsyndrom assoziiert ist [4].

Luxation
  • […] keratinisierten Kiefer Kiefergelenk Kiefergelenkerkrankungen Kieferhöhle Kieferkamms klinische Knochen knöchernen kommt Komplikationen Kondylus Lappen lateral Leitungsanästhesie Leukoplakie lich lingual Lippen Lokalanästhesie Lokalanästhetika lokale Luxation[books.google.de]

Diagnostik

Die Diagnose der GMR erfolgt klinisch. Es ist jedoch nicht immer möglich, diese unkomplizierte Kondition von anderen Pathologien zu unterscheiden. Differentialdiagnostisch kommen infrage: aphthöse Stomatitis, Granulom, präkanzeröse Erythroplakie und Neoplasien wie Hämangiom, Plattenepithelkarzinom und Granularzelltumor [3]. Besteht ein entsprechender Verdacht, muss eine Biopsie durchgeführt und die gewonnene Gewebeprobe analysiert werden. Unter dem Mikroskop lässt sich die Abwesenheit von Papillen gut erkennen. Oft werden auch epitheliale Anomalien identifiziert, die von der Atrophie bis zur Hyperplasie reichen [5]. Kernatypien und zahlreiche mitotische Figuren sind nicht typisch für die GMR und weisen eher auf eine Neubildung hin. In subepithelialen Gewebeschichten kann eine Infiltration mit Entzündungszellen gesehen werden. Wenn es für notwendig erachtet wird, können immunhistochemische Färbungen realisiert werden, um die Zellen weiter zu charakterisieren.

Falls Candida spp. in das Krankheitsgeschehen involviert sind, sind unter dem Mikroskop zudem charakteristische Sporen, Hefezellen und Pseudohyphen erkennbar. Bestehen weiterhin Zweifel an der Präsenz von Hefen, ist das Präparat entsprechend zu färben. Pilzkulturen sind in der Regel nicht angezeigt, können aber interessante epidemiologische Daten liefern. Die GMR wird für gewöhnlich mit chronischen Candida-Infektionen in Verbindung gebracht: In einer jüngst realisierten mikrobiologischen Studie wurde hauptsächlich Candida albicans isoliert, seltener aber auch Candida kefyr, tropicalis, krusei und glabrata [2]. Bei etwa 10% aller GMR-Patienten konnten Candida spp. nicht nachgewiesen werden. Andere Pathogene als Candida wurden zuweilen mit der Entwicklung der Zungenläsion in Zusammenhang gebracht und könnten diese 10% der Fälle erklären [6].

Wie oben bereits angedeutet, weisen eine kissing lesion und zusätzliche Symptome auf eine Immundefizienz hin. Ein solcher Verdacht muss aufgearbeitet werden.

Therapie

  • […] zu: Glossitis rhombica mediana Therapie Glossitis rhombica mediana Eine Therapie der Glossitis rhombica mediana: ist nicht erforderlich. bedarf eventuell einer aufklärenden Beratung maligne Entartung extrem selten bei Candida-Nachweis: fungistatische[med2click.de]
  • Inhalt Spezielle chirurgische Therapie 749 710 Chirurgische Therapie der Orbita 778 Laserchirurgie 790 Traumatologie 794 Psychosomatik 857 Notfallbehandlung 865 Konservative Therapie 897 H Phoniatrie und Hörgeräteversorgung 942 Frakturen und Komplikationen[books.google.de]
  • In einigen Fällen können Betroffene jedoch von einer antimykotischen Therapie profitieren. Bei der GMR handelt es sich um eine häufige Kondition und es wird geschätzt, dass bis zu 1% der Bevölkerung eine gewisse zentrale papilläre Atrophie zeigt.[symptoma.com]
  • […] palatinal parodontalen Parodontitis Patienten Prämolaren Praxistipp Prognose prothetischen radikuläre Zyste Reposition retinierten rung schen Schleimhaut Schmerzen Schnittführung sodass sollte sowie stark subgingivale Symptome Tasche Technik therapeutische Therapie[books.google.de]
  • Therapie : Bei entzündlicher Reaktion Entfernung zusammen mit den Gaumentonsillen. Bei entzündungsfreier Situation keine Therapie erforderlich. Persistenz der Tuberculum impar.[medeco.de]

Prognose

  • […] lokale Luxation marginalen Maßnahmen meist mesial möglich Molaren Mund Mundbodens Mundhöhle Mundhygiene Mundschleimhaut muss notwendig Oberkiefer Okklusion operativen Oral Osteotomie palatinal parodontalen Parodontitis Patienten Prämolaren Praxistipp Prognose[books.google.de]
  • Prognose Die Prognose ist infaust. Der klinische Fall.[yumpu.com]
  • Prognose abhängig vom Typ; günstig bis rasch progredient und infaust.[med-college.de]
  • Heilungszeiten (Prognose für Patienten mit Zungenentzündung) Eine Zungenentzündung lässt sich in der Regel erfolgreich behandeln, wenn die Entzündungsursache beseitigt bzw. kuriert wurde.[symptomeundbehandlung.com]

Epidemiologie

  • […] zu: Glossitis rhombica mediana Epidemiologie Glossitis rhombica mediana Zur Epidemiologie der Glossitis rhombica mediana: etwa 1% der Bevölkerung betroffen am häufigsten bei älteren Männern Ätiologie zu: Glossitis rhombica mediana Differentialdiagnosen[med2click.de]
  • Vorkommen/Epidemiologie Häufiges Symptom, das bei etwa 1,5% der Bevölkerung auftritt. Bei diabetischen Patienten werden Prävalenzen von etwa 6% nachgewiesen.[enzyklopaedie-dermatologie.de]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Quellen

Artikel

  1. Joseph BK, Savage NW. Tongue pathology. Clin Dermatol. 2000; 18(5):613-618.
  2. Goregen M, Miloglu O, Buyukkurt MC, Caglayan F, Aktas AE. Median rhomboid glossitis: a clinical and microbiological study. Eur J Dent. 2011; 5(4):367-372.
  3. Lago-Mendez L, Blanco-Carrion A, Diniz-Freitas M, Gandara-Vila P, Garcia-Garcia A, Gandara-Rey JM. Rhomboid glossitis in atypical location: case report and differential diagnosis. Med Oral Patol Oral Cir Bucal. 2005; 10(2):123-127.
  4. Fine DH, Tofsky N, Nelson EM, Schoen D, Barasch A. Clinical implications of the oral manifestations of HIV infection in children. Dent Clin North Am. 2003; 47(1):159-174, xi-xii.
  5. Fowler JC, White P. A classic case of median rhomboid glossitis. Jaapa. 2009; 22(6):70.
  6. Deshpande RB, Bharucha MA. Median rhomboid glossitis: secondary to colonisation of the tongue by Actinomyces (a case report). J Postgrad Med. 1991; 37(4):238-240.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 13:39