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Hyperkinetisches Herzsyndrom

Der Terminus hyperkinetisches Herzsyndrom (HHS) beschreibt eine Kondition unbekannter Ätiologie, bei der die Herzfrequenz, die Kontraktilität des Myokards und das Schlagvolumen des Herzen pathologisch erhöht sind. Aktuellen Annahmen zufolge führen endokrine Imbalanzen, nämlich eine erhöhte Aktivität des Sympathikus, zum HHS. Die Diagnose erfolgt meist zufällig, denn die Mehrzahl der Betroffenen verspürt keinerlei Symptome. Die Behandlung erfolgt symptomatisch über die Applikation von β-Sympatholytika, um negativen Folgen einer chronischen Tachykardie und Hypertonie vorzubeugen.


Symptome

Im Rahmen des HHS stellen sich eine Reihe von Konditionen ein, die auf ein übermäßig arbeitendes Herz zurückzuführen sind: So ist die Herzfrequenz und die Kontraktilität des Herzmuskels dauerhaft erhöht und mit jedem Herzschlag wird unter hohem Druck ein großes Volumen Blut in die Peripherie gepumpt. Dennoch lassen sich keinerlei strukturelle Veränderungen am Herzen erkennen, die diese Situation erklären würden [1] [2].

Das HHS wird sowohl bei pädiatrischen als auch bei adulten Patienten diagnostiziert, bei denen eine hohe Herzfrequenz und gering- bis mittelgradige Hypertonie in routinemäßigen Untersuchungen festgestellt werden. Die Patienten sind anderweitig asymptomatisch, leiden nicht an Hypoxie, Zyanose oder Dyspnoe, und tolerieren körperliche Belastung ganz normal [3] [4]. Zwar wird in einigen Fällen über Palpitationen und ein Engegefühl in der Brust berichtet und in der Auskultation kann zuweilen ein systolisches Herzgeräusch vernommen werden, aber es wurde spekuliert, dass diese auf Komorbiditäten und nicht auf das HHS zurückzuführen sind [4].

Weil der Allgemeinmediziner die erhobenen Befunde nicht mit einer Grunderkrankung in Verbindung bringen kann, erfolgt in der Regel eine kardiologische Aufarbeitung, aber Elektrokardiographie und Echokardiographie liefern auch keine Hinweise auf eine ursächliche Herzklappenerkrankung, Kardiomyopathie oder Missbildungen.

Herzerkrankung
  • Ausschluss Hyperthyreose ) Des Weiteren sollten ausgeschlossen werden: Nebennierenerkrankungen wie ein Phäochromozytom zu viel Genuss von Koffein Gebrauch von Drogen wie Ecstasy oder Kokain Überdosierung von blutdrucksteigernden Medikamenten sonstige Herzerkrankungen[flexikon.doccheck.com]
  • Im Gegensatz zu den organischen Herzerkrankungen manifestieren sich funktionelle Beschwerden vor allem im jüngeren Lebensalter (unter 40 Jahre). Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen.[vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de]
  • HF (zu hoch) auf eine Herzerkrankung hinweisen? Stefan Frantz: Nein, die max.[mdr.de]
  • Herz-Kreislauf-Gefäß-Erkrankungen • Funktionelle Herzbeschwerden • Hyperkinetisches Herzsyndrom • Angina pectoris • Bluthochdruck Hypertonie • Hypotonie • Hämorrhoiden • Venöse Gefäßleiden • Koronare Herzerkrankung • Herzschwäche • Schlaganfall • Herzrhythmusstörungen[tcm-akupunktur-dachau.de]
Herzgeräusch
  • Ein möglicherweise zu vernehmendes, systolisches Herzgeräusch kann nur in Teilen dieser Phase des Herzzyklus auftreten oder pansystolisch imponieren und variiert zudem beträchtlich in seiner Lautstärke.[symptoma.com]
  • Der Arzt hat doch aber zweimal mit dem Stethoskop abeghört und hat keine Herzgeräusche gefunden.[psychic.de]
Systolische Herzgeräusche
  • Ein möglicherweise zu vernehmendes, systolisches Herzgeräusch kann nur in Teilen dieser Phase des Herzzyklus auftreten oder pansystolisch imponieren und variiert zudem beträchtlich in seiner Lautstärke.[symptoma.com]

Diagnostik

Schon bei seiner Erstbeschreibung vor über 50 Jahren galt das HHS als diagnostische Herausforderung [5] und bis heute bleibt es eine Ausschlussdiagnose. Viele Patienten zeigen lediglich eine Tachykardie und leichte bis mäßige Hypertonie, andere beschreiben zusätzlich subjektive Beschwerden wie Palpitationen und ein Engegefühl in der Brust. Ein möglicherweise zu vernehmendes, systolisches Herzgeräusch kann nur in Teilen dieser Phase des Herzzyklus auftreten oder pansystolisch imponieren und variiert zudem beträchtlich in seiner Lautstärke. Ein für das HHS charakteristischer, klinischer Befund kann daher nicht beschrieben werden.

Mit Hilfe von Elektrokardiographie und Echokardiographie lassen sich ein Rechtsschenkelblock und verlängertes QT-Intervall sowie eine linksventrikuläre Hypertrophie und eventuell eine Überladung des rechten Herzens feststellen, aber für diese Befunde kann keine Ursache gefunden werden. Ein Kältedrucktest liefert gewöhnlich positive Resultate, woraus auf einen verminderten peripheren Widerstand geschlossen werden kann. In Röntgenaufnahmen ist ein vergrößerter Herzschatten zu erkennen, aber darüber hinaus sind hier keine weiteren Befunde zu erwarten.

Während echokardiographische Näherungen auf ein pathologisch erhöhtes Schlagvolumen hinweisen, bedarf es einer Herzkatheterisierung, um diese Vermutung zu bestätigen. Die Messung eines gesteigerten Schlagvolumens ist unbedingte Voraussetzung für die Diagnose HHS. Falls nach dem Herzultraschall noch Zweifel am Vorliegen von Missbildungen bestanden haben, so lassen sich diese im während der Herzkatheterisierung ausräumen.

Es wird weiterhin empfohlen, Blutuntersuchungen zu realisieren. Weder im Blutbild noch in der Blutchemie sind beim HHS-Patienten Abweichungen von der Norm zu erwarten und wenn Alterationen festgestellt werden, dann stehen diese nicht in einem kausalen Zusammenhang zum kardialen Leiden.

Therapie

  • .): Therapie innerer Krankheiten . 11. Auflage. Springer, Heidelberg 2005, ISBN 3-540-23750-X , S. 227 f . N. Brachfeld, R. Gorlin: Idiopathic hyperkinetic state: a new clinical syndrome . In: British Heart Journal .[de.wikipedia.org]
  • Ich mache diese Therapie jetzt seit gut 2 Jahren und bei mir sind schon etliche diffuse Beschwerden ohne konkrete körperliche Ursache (z. B. auch Herzrasen) gelöst.[med1.de]
  • Gibt es eine adäquate Therapie wenn z. B. Betablocker nicht mehr greifen? Erzählt mal ob ihr Erfahrungen mit diesen Patienten habt und vor allem wie ihr mit ihnen umgeht.[medi-learn.de]

Prognose

  • Die Prognose ist eher ungünstig. Die Diagnose wird im EKG gestellt. Zur Behandlung kommen Medikamente in Frage(wie z B. Atropin) und die Behandlung der Grundkrankheit.[biowellmed.de]
  • Die Prognose ist dann sehr gut. DavidDE: Sehr geehrte Herren, Ich hatte vor 2,5 Jahren Einen einen Herzinfarkt. Ich bin heute 41Jahre.[mdr.de]

Epidemiologie

  • Margraf vielfach ausführlich beschrieben sind ) ist immer indiziert. zum Seitenanfang Epidemiologie (Verbreitung) Ungefähr 1%der Bevölkerung leiden nach deutschen Erhebungen jährlich an der Panikkrankheit, das entspricht in Deutschland 0,82037 Mio.Menschen[neuro24.de]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

  • Muskelentspannung autogenes Training Psychopharmaka allgemein Medikamente bei Angsterkrankungen psychoanalytische Therapien Verhaltenstherapie Stress - Biologie- was passiert organisch bei einer Angstattacke- Links zu Seiten über Stress Stand der experimentellen Pathophysiologie[neuro24.de]

Quellen

Artikel

  1. Gorlin R, Brachfeld N, Turner JD, Messer JV, Salazar E. The idiopathic high cardiac output state. J Clin Invest, 38 (1959), pp. 2144–2153.
  2. R. Gorlin. The hyperkinetic heart syndrome. JAMA, 182 (1962), pp. 823–829
  3. Gillum RF, Teichholz LE, Herman MV, Gorlin R. The idiopathic hyperkinetic heart syndrome: clinical course and long-term prognosis. Am Heart J, 102 (1981), pp. 728–734.
  4. Guazzi M, Polese A, Magrini F, Fiorentini C, Olivari MT. Long-term treatment of hyperkinetic heart syndrome with propranolol. Am J Med Sci. 1975 Nov-Dec;270(3):465-74.
  5. Brachfeld N, Gorlin R. Idiopathic hyperkinetic state: a new clinical syndrome. Br Heart J, 22 (1960), pp. 353–360.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 13:28