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Tachyarrhythmie

Tachyarrhythmia

Die Tachyarrhythmie ist eine Form der Arrythmie, d.h. eines abnormen Herzrhythmus, die mit einer erhöhten Herzfrequenz einhergeht. Die Herzfrequenz der Patienten liegt über der Altersnorm und bei Patienten im Alter von mehr als zehn Jahren über 100-mal pro Minute; es schlägt zudem in unregelmäßiger Folge. Je nach Schweregrad der Rhythmusstörung sind Betroffene entweder asymptomatisch oder zeigen ein deutlich eingeschränktes Allgemeinbefinden. Diagnostische Methode der Wahl ist das 12-Kanal-Elektrokardiogramm.


Symptome

Milde Formen der Tachyarrhythmie verursachen in der Regel keinerlei Beschwerden. Die beschleunigte Herzfrequenz mag aber dem Patienten daheim, z.B. im Rahmen der Herzfrequenzüberwachung vor und während des Sports, oder dem Arzt in der Allgemeinuntersuchung auffallen. Als Grenzwerte gelten >200/min beim Neonaten, >190/min beim Kleinkind im Alter von drei Monaten bis zu zwei Jahren, >140/min beim pädiatrischen Patienten, der noch keine zehn Jahre alt ist, und >100 bei allen älteren Patienten. Allerdings ist zu beachten, dass es sich bei der Tachyarrhythmie nicht notwendigerweise um einen permanenten Zustand handelt. Zum Beispiel tritt die paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie anfallsartig auf. Rhythmusstörungen sind in leichten Fällen klinisch nicht festzustellen.

Neben dem Schweregrad der Tachyarrhythmie nimmt auch der sonstige Gesundheitszustand des Patienten starken Einfluss auf das klinische Bild und vor allem weitere kardiale oder vaskuläre Pathologien können zu einer Verschlechterung beitragen und zusätzlich die Diagnose erschweren [1]. Komplikationen ergeben sich aus einer Tachyarrhythmie immer dann, wenn die Herzfunktion signifikant beeinträchtigt wird und die Peripherie nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden kann. Dann stellt sich eine Hypoxie ein. Der niedrige Sauerstoffpartialdruck stimuliert das Atemzentrum, es kommt zur Tachypnoe, aber die Patienten haben dennoch das Gefühl zu ersticken und verspüren häufig Schmerzen und eine Engegefühl in der Brust. Die Atemnot wird von Palpitationen begleitet und einige Patienten erleiden Panikattacken. Bei Kleinkindern wird nicht selten über Übelkeit und Erbrechen berichtet und generell sind sie während der tachyarrhythmischen Episode vermehrt unruhig, reizbar und schwitzen stärker. Schließlich können altersunabhängig aufgrund einer Minderversorgung des Gehirns Schwindel, Präsynkopen und Synkopen auftreten oder anderweitige, anhaltende Bewusstseinstrübungen. Es besteht grundsätzlich die Gefahr des plötzlichen Herztodes.

Panikattacken
  • Die Atemnot wird von Palpitationen begleitet und einige Patienten erleiden Panikattacken.[symptoma.com]
  • Oft tritt die Sinustachykardie als Begleitsyndrom anderer Erkrankungen auf ( Fieber , Elektrolytstörungen , Panikattacken etc.).[de.wikipedia.org]
Schwindelgefühl
  • Vorhofflimmern macht sich bei den Patienten durch schnellen, unregelmäßigen Herzschlag, manchmal begleitet von Schwindelgefühlen oder Schwarzwerden vor den Augen bemerkbar.[cardio-guide.com]
Tachykardie
  • Im Detail werden folgende Formen der Tachyarrhythmie unterschieden: Supraventrikuläre Tachykardie oder paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie als AV-Knoten-Reentry-Tachykardie, AV-Reentry-Tachykardie und atriale Tachykardie Vorhofflattern, Vorhofflimmern[symptoma.com]
  • Bei einer supraventrikulären Tachykardie besteht das Risiko, dass sich im Herzen Thromben bilden können.[flexikon.doccheck.com]
  • […] innerhalb der Zone der ventrikulären Tachykardie, falls eine supraventrikuläre Tachykardie detektiert wird.[google.sr]
  • Diese Untersuchungen werden uns neue Einblicke in den Mechanismus zur Entstehung ventrikulärer Tachykardien eröffnen.[gepris.dfg.de]
  • Prognose und Verlauf Sehr gefährlich ist es, diese Kinder im Stadium der Tachykardie oder gar des Hydrops fetalis und mit gleichzeitiger Unreife vorzeitig zu entbinden, um sie postnatal zu behandeln.[pnd-online.de]
Herzerkrankung
  • Ursachen myokardiale Schädigung: Kardiomyopathie, Myokarditis, Herzinfarkt Minderdurchblutung des Herzens: koronare Herzerkrankung Erkrankung der Herzklappen: mit Vergrößerung des li.[medizin-kompakt.de]
  • Tachyarrhythmie Gründen abnormal schnellen Herzrhythmus kann durch verschiedene Krankheiten des Herzens zu entwickeln.In den meisten Fällen die Entwicklung dieser Pathologie provozieren folgenden Herzerkrankungen: Infektionen und neoplastischen Läsionen[diets-doctor.com]
  • Bei Ineffektivität können, bei Ausschluss struktureller Herzerkrankungen, auch Klasse I-Antiarrythmika wie Flecainid oder Propafenon verwendet werden. Sie vermindern die Geschwindigkeit in der Bahn.[de.wikipedia.org]
  • Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und viele der Betroffenen haben eine bekannte Herzerkrankung oder erhöhten Blutdruck. Der Vorhof wird strukturell verändert und zeigt zuerst sporadisch und dann immer öfter Vorhofflimmern.[grundkurs-ekg.de]
  • Herzerkrankung oder von Herzklappen-Vitien im Sinne eines „valvulären Vorhofflimmerns“.[doctopia.de]
Hypotonie
  • Toxidrom Leitsymptome Ursachen Acetaldehyd-Syndrom ( Antabus -Syndrom) Erregung, Tachykardie, Flush, Paraesthesie, Hypotonie Disulfiram, Calciumcyanamid , Coprin, jeweils in Kombination mit Ethanol Anticholinerges Syndrom Unruhe, Agitiertheit, Verwirrtheit[giz-nord.de]
  • Bei hohem Blutverlust, zum Beispiel bedingt durch einen Unfallmechanismus, kommt es meistens erst zu einer Tachykardie mit einer einhergehenden Hypotonie .[de.wikipedia.org]
  • Würdet ihr Betablocker auch bei ITS-Patienten mit bestehendem bekannten Vorhofflimmern und aktueller Hypotonie mit Noradrenalinpflichtigkeit absetzen? Wenn ja, wie behandelt ihr dann auftretende Tachyarrhythmien? Danke für eure Antworten![medi-learn.de]
  • Eine bradykarde Überleitung kann zur Hypotonie und damit zu Schwindel, Synkopen und kardialer Dekompensation führen.[doctopia.de]
Dyspnoe
  • Dadurch reduziert sich die Herzleistungsfähigkeit sehr stark, so dass alltägliche Belastungen nur schwer zu bewältigen sind (Herzinsuffizienz mit Dyspnoe).[medizin-kompakt.de]
  • Symptome sind Angstgefühle, Dyspnoe , Schwindel und Bewusstlosigkeit. Es herrscht akute Lebensgefahr. Ventrikuläre Tachyarrhythmien müssen so schnell wie möglich beendet werden.[fachanwaeltemedizinrecht.de]
  • Angstgefühle, Dyspnoe , Schwindel und Bewusstlosigkeit . Eine anhaltende ventrikuläre Tachyarrhythmie bedeutet, dass das Herz nicht mehr pumpt, sondern nur noch zittert, was zur Bewusstlosigkeit führt.[flexikon.doccheck.com]
  • Es kommt in ausgeprägten Fällen zur Herzinsuffizienz mit Dyspnoe unter Belastung oder schon in Ruhe. Ursachen Die Ursachen einer Tachyarrhythmie sind vielfältig. Es können vorliegen: eine myokardiale Schädigung (z. B.[medicoconsult.de]
  • Häufig bestehen Palpitationen, Dyspnoe, Schwindel, Synkopen, Angina pectoris sowie eine eingeschränkte körperliche Belastbarkeit.[doctopia.de]
Schwitzen
  • Bei Kleinkindern wird nicht selten über Übelkeit und Erbrechen berichtet und generell sind sie während der tachyarrhythmischen Episode vermehrt unruhig, reizbar und schwitzen stärker.[symptoma.com]
  • Diphenhydramin), Trizyklische Antidepressiva China-Restaurant-Syndrom Kopfschmerz, Taubheitsgefühl, beschleunigter Herzrhythmus Glutamat -haltige Gerichte Cholinerges Syndrom Tränenfluss, Magenschmerzen , enge Pupillen, Schwitzen, Bronchialverschleimung[giz-nord.de]
  • Bei manchen beginnt die Herzrhythmusstörung in den frühen Morgenstunden, bei anderen während oder unmittelbar nach körperlicher Aktivität, oft in Verbindung mit stärkerem Schwitzen.[pharmazeutische-zeitung.de]

Diagnostik

Um eine Tachyarrhytmie zu erkennen und einem Subtyp zuzuordnen, ist ein 12-Kanal-Elektrokardiogramm anzufertigen, wenngleich in Notfallsituationen mitunter gehandelt werden muss, bevor eine solche Untersuchung stattfinden kann [2]. Das Elektrokardiogramm weist nicht nur die erhöhte Herzfrequenz aus - die ebenfalls in der Allgemeinuntersuchung erhoben werden kann -, sondern lässt auch Schlussfolgerungen dazu zu, ob es sich um eine Störung der Erregungsbildung oder Erregungsleitung handelt und ob die kausale Läsion supraventrikulär (im Erregungsleitungssystem proximal der His-Bündel) oder ventrikulär (distal der His-Bündel) liegt. Unter Umständen ist jedoch ein 24-Stunden-Holter-Monitoring erforderlich, um eine nicht permanent bestehende Tachyarrhytmie elektrokardiographisch zu erfassen [3].

Im Detail werden folgende Formen der Tachyarrhythmie unterschieden:

Die Diagnose kann gestellt werden, wenn das elektrokardiographische Korrelat der einzelnen Tachyarrhytmien bekannt ist. Im Anschluss sind weitere Untersuchungen durchzuführen, um die Ursache der Herzrhythmusstörung abzuklären. Hierbei kommen neben angeborenen Missbildungen vor allem Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes, eine Hyperthyreose, Anämie, Fieber, Schmerzen, Thromboembolien, die Einnahme von herzwirksamen Arzneimitteln oder chirurgische Eingriffe am Herzen infrage [4] [5]. Entsprechend ist eine detaillierte Anamnese, die Anfertigung eines Blutbildes und die Analyse der Blutchemie sowie eine Abklärung der Schilddrüsenfunktion angezeigt.

Therapie

  • Medikamentöse Therapie: Antiarrhythmika, Antikoagulantien, Betablocker, Kalziumantagonisten Operative Therapie: Defibrillation, Kardioverson gg[medizin-kompakt.de]
  • Häufig sind diese Kinder auch postpartum auf eine antiarrhythmische Therapie angewiesen, auf die in unserem Fall derzeit noch verzichtet werden kann.[thieme-connect.com]
  • . - Indirekte Therapie Da diese antiarrhythmischen Medikamente aber nur gezielt eingesetzt werden sollten und auch Nebenwirkungen auf die Mutter haben können, sollte diese Therapie nur an Zentren erfolgen, die auf fetale Kardiologie spezialisiert sind[pnd-online.de]
  • Therapie Die Therapie einer Tachyarrhythmie ist um so dringlicher, je höher die Herzfrequenz ist. Bei sehr hoher Frequenz kann es zu einem Pulsdefizit kommen, d. h. dass nicht jeder Herzschlag zu einem wirksamen Pumpvolumen führt.[medicoconsult.de]
  • […] längere Überwachung nötig Die Gefährlichkeit der elektrische Kardioversion wird tendenziell überschätzt, die der medikamentösen Therapie eher unterschätzt.[de.wikibooks.org]

Prognose

  • Prognose und Verlauf Sehr gefährlich ist es, diese Kinder im Stadium der Tachykardie oder gar des Hydrops fetalis und mit gleichzeitiger Unreife vorzeitig zu entbinden, um sie postnatal zu behandeln.[pnd-online.de]
  • Infekt NIV oder Beatmung bei kritischen Zuständen Amiodaron iv [ Bearbeiten ] siehe Innere_Medizin_kk:_Herzfragen#Amiodaron_iv Magnesium iv [ Bearbeiten ] siehe Innere_Medizin_kk:_Magnesium AV-Ablation und VVI-Schrittmacher [ Bearbeiten ] Verlauf und Prognose[de.wikibooks.org]
  • Verlauf und Prognose Die Prognose des Vorhofflimmerns ist stark abhängig von zugrunde liegenden Erkrankungen und der kardialen Funktion.[lecturio.de]
  • Verlauf und Prognose: Vorhofflimmern ist nicht lebensbedrohlich. Annähernd 70 % der Attacken werden von den Betroffenen nicht bemerkt.[gesundheits-lexikon.com]

Epidemiologie

  • Epidemiologie Beim Vorhofflimmern handelt es sich um die häufigste Herzrhythmusstörung überhaupt. Die Prävalenz beträgt bei 80jährigen 10%, bei 85jährigen 18%. Pathogenese Die Pathogenese des Vorhofflimmerns ist nicht abschließend verstanden.[doctopia.de]
  • Epidemiologie Vorhofflimmern als weit verbreitete Erkrankung Das Vorhofflimmern betrifft etwa 1-2 % der Gesamtbevölkerung und stellt die häufigste Herzrhythmusstörung dar.[lecturio.de]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

  • Pathophysiologie Die Füllungsphase in besonders kurzen Diastolen (wenn ein Herzschlag sehr rasch auf den vorhergehenden folgt) kann so kurz sein, dass die darauf folgende Systole keinen peripher tastbaren Puls bewirkt.[medicoconsult.de]
  • Pathologie und Pathophysiologie Vorhofflimmern durch Reentry-Tachykardie der Vorhöfe Bild : „Skizze Erregungsleitung im Herzen bei Vorhofflimmern“ von JHeuser.[lecturio.de]

Quellen

Artikel

  1. Lewalter T. [Diagnostic approach in complex arrhythmias]. Herzschrittmacherther Elektrophysiol. 2009; 20(1):23-32.
  2. Neuberger HR, Buob A, Bohm M, Mewis C. [Emergencies due to arrhythmias]. Dtsch Med Wochenschr. 2008; 133(13):659-668; quiz 669-672.
  3. Tanner H. [Paroxysmal supraventricular tachycardia-mechanisms, diagnostic, and treatment]. Ther Umsch. 2014; 71(2):99-104.
  4. Bauriedel G, Skowasch D, Welz A, Luderitz B. [Postoperative arrhythmias]. Dtsch Med Wochenschr. 2005; 130(16):1015-1019.
  5. El-Sherif N, Turitto G. Electrolyte disorders and arrhythmogenesis. Cardiol J. 2011; 18(3):233-245.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 15:16