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Thymom


Symptome

Ein Thymom manifestiert mit folgenden Symptomen:

Brustschmerz
  • Allgemeinsymptome: Druckgefühl im Brustkorb, Atemnot, Heiserkeit, Husten, Schluckbeschwerden, Brustschmerzen, evtl.[medizin-kompakt.de]
  • Symptome Zeichen eines Thymoms können u.a. anhaltender Husten, Schluckprobleme, Schwellungen an Händen und im Gesicht, Brustschmerz, Kurzatmigkeit, Muskelschmerzen, Erschöpfung, Schwindel und Anämie sein.[symptoma.com]
  • Überprüfen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie diese häufigsten Symptome von Thymom und Thymuskarzinom haben: Husten, die nicht weggehen werden Brustschmerz Atembeschwerden Höhere Stimme Schwierigkeiten beim Verschlucken Appetitlosigkeit In seltenen Fällen wird[arztol.com]
  • Schweratmigkeit, Husten, Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder Brustschmerzen. Ein Drittel zeigt Symptome, die auf eine andere Erkrankung hinweisen, z. B. Myasthenia gravis.[deximed.de]
Erkrankung des Thymus
  • Erkrankungen des Thymus Thymome (Häufig Myasthenia gravis) Thymuskarzinome können metastasieren.[krankenhaus-nordwest.de]

Diagnostik

Eine klinische Untersuchung ist bei der Formulierung einer Thymom-Diagnose der erste Schritt. Zusätzlich sollten bei einschlägigem Verdacht folgende absichernde Untersuchungen angeordnet werden:

  • Im Rahmen einer bildgebenden Untersuchung wie z.B. eines CTs können Größe und Ort der Tumorläsion bewertet werden. MRT Untersuchungen sind ebenfalls geeignet. Positronenemissionstomografie (PET) kann bei der Untersuchung der inneren Organe und Gewebe ebenfalls verwendet werden [4]. Bei dieser Methode wird dem Patienten eine Lösung mit radioaktiv markierten Zuckermolekülen verabreicht, die ausschließlich von Tumorzellen metabolisiert werden. Dadurch können Tumoren lokalisiert werden.
  • Biopsien können die interne Architektur des Tumors analysieren und die Gut- bzw. Bösartigkeit bewerten.
Raumforderung im Mediastinum
  • : Oberes Mediastinum: Lymphome Schilddrüsentumore/Struma Nebenschilddrüsenadenome Thymome Vorderes Mediastinum Thymome , Thymuszysten Lymphome Keimzelltumoren Schilddrüsentumoren Nebenschilddrüsenadenome Paragangliome Lymphangiome Hämangiome Mittleres[de.pathowiki.org]
  • Thoraxtrauma Mediastinale Raumforderungen [ Bearbeiten ] Lokalisation Strukturen Raumforderungen Oberes Mediastinum Thymus, große herznahe Gefäße, Trachea, Lymphknoten, Nerven (N. phrenicus, N. laryngeus recurrens, N. vagus), Ductus thoracicus, Ösophagus[de.wikibooks.org]

Therapie

Für die Behandlung eines Thymoms ist ein multidisziplinärer Ansatz notwendig [5]. Das Hauptziel der Behandlung besteht in der Entfernung diagnostizierter Malignome und der Etablierung von Präventivmaßnahmen um ein Rezidiv zu verhindern. Hierfür können folgende Optionen in Betracht gezogen werden:

  • Eine chirurgische Tumorentfernung ist oft die erste Methode der Wahl nach der Diagnose. Sollte das Thymom bereits umliegende Organe infiltiert haben, sollte die Entfernung von so viel Tumorgewebe wie möglich angestrebt werden (Debulking-Eingriff) [6]. Ein Thoraxeingriff kann unter Einsatz einer videounterstützten Thorakoskopie zum Zweck einer präziseren Thymomentfernung durchgeführt werden [7].
  • Nach dem Eingriff können Bestrahlungstherapien in Kombination mit Chemotherapien zum Einsatz kommen. Bestrahlungen können auch bereits vor der chirurgischen Entfernung des Thymoms indiziert sein, wenn die gefundenen Tumoren sehr groß sind und eine strahlungsinduzierte Schrumpfung des Thymoms eine präzisere und einfachere Entfernung ermöglicht [8].
  • Chemotherapie
  • Corticosteroide wurden in seltenen Fällen verwendet um die Tumorregression zu begünstigen [10].

Prognose

Die Prognose einer Thymom-Erkrankung hängt vom Stadium des Thymoms zum Zeitpunkt der Diagnose und vom Patientenalter ab. Bei adäquater Behandlung kann ein Patient einige Jahre überleben. Die Prognose ist jedoch bei Patienten mit der Diagnose eines fortgeschrittenen Thymoms üblicherweise nicht gut. Die Überlebensdauer mit einer Thymom-Diagnose beträgt auf Basis einer multivariaten statistischen Analyse unabhängig vom Thymomstadien im Mittel zwischen 5 und 10 Jahren [2].

Komplikationen

Die besorgniserregendste Komplikation eines Thymoms besteht in seiner Filialisierung. In diesem Fall können abhängig von den betroffenen Organen weitere sekundäre Erkrankungen entstehen. Ein Thymom kann sich in die Vena cava superior ausbreiten und dort zu thrombotischen Symptomen führen [3]. Zusätzlich müssen Thymom-Patienten die belastenden Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung ertragen.

Ätiologie

Die genauen Ursachen für die Entwicklung eines Malignoms im Thymus sind nicht geklärt. Viele Krankheitsbilder und Syndrome wurden jedoch mit Thymomen in Zusammenhang gebracht. Diese sind u.a.:

Patienten mit einer Thymom-Diagnose wurden durchwegs ebenfalls mit mindestens einer der oben gelisteten Krankheiten diagnostiziert. Dies legt den Verdacht nahe, dass das Thymom als eine mögliche Sekundärerkrankung obiger Erkrankungen einzustufen ist.

Epidemiologie

Thymome entwickeln sich im Thymus und treten sehr selten auf. Sie machen etwa 1% aller diagnostizierten Tumoren aus. Patienten im Alter zwischen 40 und 60 Jahren sind am häufigsten von Thymomen betroffen, Studien deuten jedoch darauf hin, dass Thymome altersunabhängig manifestieren. Man schätzt, dass etwa 15% der Patienten mit einer Myasthenia gravis Diagnose ein Thymom entwickeln.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Der Thymus besteht aus zwei Zelltypen - Endothelzellen und Lymphozyten. Ein Thymom ist mit einer Neoplasie der Epithelzellen des Thymus assoziiert. In seltenen Fällen kann ein Thymom auch absiedeln und entfernte Metastasen ausbilden. In diesem Fall ist oft die Pleura betroffen. Ein Thymom durchläuft folgende Entwicklungsstadien:

Stadium I: der Tumor ist im Thymus lokalisiert und von einer Kapsel umgeben.
Stadium II: der Tumor infiltriert die Kapsel und breitet sich in umliegendes Fettgewebe aus.
Stadium III: das Malignom filialisiert.
Stadium IVA: Lungenmetastasen treten auf.
Stadium IVB: Krebszellen haben die Lymphknoten und Blutgefäße infiltriert.

Prävention

Ein Thymom kann nicht verhindert werden; es können jedoch Präventivmaßnahmen, um die Progression und eine Wiedererkrankung zu verhindern. Sobald der Patient eine Krebsbehandlung erhalten hat, sollten sich diese Patienten regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen melden. Regelmäßige Bildgebung und weitere Tests können erneutes Tumorwachstum im Frühstadium erkennen. Dies erlaubt eine frühe Behandlung und verhindert das Auftreten weiterer Komplikationen.

Zusammenfassung

Ein Thymom ist eine Neoplasie der Thymusepithelzellen. Der Thymus ist ein kleines Organ unter dem Sternum. Es stellt einen Teil des lymphatischen Systems dar und ist für die Produktion von Leukozyten und damit für ein funktionierendes Immunsystem verantwortlich.

Tumorwachstum an der Thymusoberfläche beeinträchtigt diese Funktionen und führt zu zahlreichen lebensbedrohlichen Komplikationen. Die Tumorzellen des Thymoms ähneln in ihrem Verhalten normalen Zellen, was üblicherweise zu gutartigen Neoplasien führt. In sehr seltenen Fällen eines malignen Thymoms ist eine aggressive Metastasierung möglich.

Patientenhinweise

Definition

Das Thymom ist eine seltene Tumorart, die die Oberfläche der Thymusdrüse betrifft. Dieses Organ liegt unter dem Brustbein und ist zusammen mit dem lymphatischen System bei der Produktion weißer Blutkörperchen wichtig.

Ursache

Die genaue Ursache für die Entwicklung eines Thymoms ist rätselhaft. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Thymome eine Folgeerkrankung anderer Krankheitsbilder ist, z.B. von Myasthenia gravis, Erythrozytenaplasie, Cushing-Syndrom, Dermatomyositis und systemischer Lupus erythematodes.

Symptome

Zeichen eines Thymoms können u.a. anhaltender Husten, Schluckprobleme, Schwellungen an Händen und im Gesicht, Brustschmerz, Kurzatmigkeit, Muskelschmerzen, Erschöpfung, Schwindel und Anämie sein.

Diagnose

Bildgebende Untersuchungen wie CT, MRT und PET geben erste Hinweise auf ein mögliches Thymom, indem sie Ort und Größe des Tumors bestimmen. Eine Tumorbiopsie liefert Hinweise auf seine Gut- oder Bösartigkeit.

Behandlung

Eine chirurgische Entfernung des Tumors ist in den meisten Fällen die Methode der Wahl. Nach diesem Eingriff können abhängig vom Einzelfall Strahlungstherapie und Chemotherapie nötig werden um das Wachstum weiterer Tumoren (bei Metastasierung) anzuhalten und zu verhindern.

Quellen

Artikel

  1. Quddus MA, Rahman MM, Ali ZI, et al. Treatment of myasthenia gravis: a surgical profile. Mymensingh Med J. 2009; 18(2):203-207.
  2. Blumberg D, Port JL, Weksler B, Delgado R, Rosai J, Bains MS, et al. Thymoma: a multivariate analysis of factors predicting survival. Ann Thorac Surg. 1995; 60(4):908-14.
  3. Konstantinov IE, Saxena P, Koniuszko M, et al. Superior Vena Cava Obstruction by Tumour Thrombus in Invasive Thymoma: Diagnosis and Surgical Management. Heart Lung Circ. 2007; 16(6):462-464.
  4. Bagga S, Bloch EM. Imaging of an invasive malignant thymoma on PET scan: CT and histopathologic correlation. Clin Nucl Med. 2006; 31(10):614-616.
  5. Shin DM, Walsh GL, Komaki R, et al. A multidisciplinary approach to therapy for unresectable malignant thymoma. Ann Intern Med. 1998; 129(2):100-104.
  6. Wright CD. Pleuropneumonectomy for the treatment of Masaoka stage IVA thymoma. Ann Thorac Surg. 2006; 82(4):1234-1239.
  7. Kaiser LR. Thymoma. The use of minimally invasive resection techniques. Chest Surg Clin N Am. 1994; 4(1):185-194.
  8. Wilkins EW Jr, Grillo HC, Scannell JG, Moncure AC, Mathisen DJ. J. Maxwell Chamberlain Memorial Paper. Role of staging in prognosis and management of thymoma. Ann Thorac Surg. 1991; 51(6):888-892.
  9. Falkson CB, Bezjak A, Darling G, et al. The management of thymoma: a systematic review and practice guideline. J Thorac Oncol. 2009; 4(7):911-919.
  10. Barratt S, Puthucheary ZA, Plummeridge M. Complete regression of a thymoma to glucocorticoids, commenced for palliation of symptoms. Eur J Cardiothorac Surg. 2007; 31(6):1142-1143.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 16:23